Sind Sie eine Privatperson oder ein Unternehmen, dem von seinem Energie- oder Versorgungsunternehmen zu hohe Preise in Rechnung gestellt werden? Wenn ja, sollten Sie sich beraten lassen, um Ihre Rechte und Möglichkeiten besser zu verstehen.
Die Kosten für Gas und Strom steigen weiter an, was dazu geführt hat, dass Versorgungsunternehmen vermehrt Forderungen sowohl gegen Privat- als auch gegen Geschäftskunden geltend machen, insbesondere im Zusammenhang mit Energierechnungen. Die Versorgung mit Energie ist bereits ein stark regulierter Bereich, in dem der Verbraucherschutz im Vordergrund steht; dennoch kommt es nach wie vor häufig zu Streitigkeiten über die Richtigkeit der Abrechnungen, die Anwendung von Tarifen, Nachforderungen und die Kündigung von Verträgen.
Dieser Artikel soll einige der häufigsten Probleme aufzeigen, mit denen sowohl Privatpersonen als auch gewerbliche Kunden konfrontiert sind, und gibt Hinweise dazu, wie man bei Streitigkeiten im Bereich Energie und Versorgung am besten vorgeht – sei es im Rahmen eines formellen Gerichtsverfahrens oder durch eine Entscheidung des Ombudsmanns.
Häufige Arten von Streitigkeiten im Zusammenhang mit Energie- und Versorgungsrechnungen
Falsche oder unerwartet hohe Rechnungen
Häufig kommt es zu Streitigkeiten, wenn die Rechnung plötzlich und ohne Erklärung in die Höhe schnellt; die Kenntnis des Beschwerdeverfahrens kann dabei helfen, diese Probleme zu lösen. Häufige Gründe hierfür sind unter anderem:
- defekte Zähler (einschließlich defekter Zeitschaltuhren oder zu schnell laufender Zähler)
- Nachberechnung
- Tarifänderungen
- Systemfehler
Unzulässige nachträgliche Rechnungsstellung
Eine Nachforderung liegt vor, wenn der Anbieter versucht, Kosten für einen früheren Verbrauch in Rechnung zu stellen, der zuvor nicht abgerechnet wurde. Dies kommt häufig vor, wenn dem Anbieter keine Zählerstände übermittelt werden und Rechnungen daher auf der Grundlage ungenauer Schätzungen des Verbrauchs erstellt werden.
Probleme treten auf, wenn der Verbraucher eine unerwartet hohe Rechnung erhält, die einen langen Zeitraum abdeckt. Es gelten jedoch Verbraucherschutzbestimmungen, die Kunden davor schützen, unangemessene Kosten für Energie zu tragen, die vor mehr als 12 Monaten verbraucht wurde, sofern der Versorger die Abrechnung nicht korrekt vorgenommen hat.
Ersatzsätze / Sätze bei Vertragsende
Verbraucher werden oft dazu verleitet, befristete Verträge abzuschließen, die für einen anfänglichen festgelegten Zeitraum einen reduzierten oder vergünstigten Tarif bieten; nach Ablauf dieser Laufzeit werden sie jedoch automatisch (und oft ohne ihr Wissen) auf einen höheren und teureren “Deemed”- oder “Out-of-Contract”-Tarif umgestellt, sodass sie Unterstützung benötigen, um diese Änderungen zu bewältigen.
Mangelhafte Zählerinstallationen
Es ist wichtig, sicherzustellen, dass in den Räumlichkeiten ausreichend Zähler installiert sind, und dies mit Ihrem Netzbetreiber abzustimmen. Probleme hinsichtlich der gesamtschuldnerischen Haftung treten häufig in Fällen auf, in denen ein einzelner Zähler mehrere Einheiten innerhalb eines Gebäudes versorgt, sodass Sie möglicherweise für den Verbrauch anderer Personen oder Unternehmen haftbar gemacht werden können.
Maßnahmen im Falle einer Streitigkeit
Wenn Sie eine unerwartet hohe Rechnung erhalten haben oder Ihr Energie- bzw. Versorgungsunternehmen damit gedroht hat, rechtliche Schritte gegen Sie einzuleiten, um Zahlungsrückstände einzutreiben, sollten Sie unverzüglich in Erwägung ziehen, mit einem Vertreter zu sprechen, um die Situation zu besprechen und:
a) Wenden Sie sich an einen Fachanwalt wie Ronald Fletcher Baker
Die Vorschriften für die Energie- und Versorgungsversorgung sind kompliziert und komplex, und Rechtsstreitigkeiten können für Privatpersonen und Unternehmen gleichermaßen belastend sein und eine große Belastung darstellen. Es ist daher unerlässlich, dass Sie sich an einen Anwalt wenden, um die von Ihrem Versorger geforderten Beträge anzufechten.
b) Ermittlungen durchführen und Beweise sammeln
Sammeln Sie so viele Belege wie möglich. Dazu gehören:
- eine Kopie Ihres Vertrags mit dem Lieferanten (der oft nur elektronisch per E-Mail versandt wird)
- alle Geschäftsbedingungen (die oft online veröffentlicht werden)
- Rechnungshistorie (damit Sie die Tarife und den Verbrauch vergleichen können)
- alle Zählerstände
- sonstige Korrespondenz mit Ihrem Lieferanten
c) Die geltend gemachten Beträge bestreiten
Wenn Sie der Meinung sind, dass Ihnen zu hohe Beträge in Rechnung gestellt wurden oder dass die Vorschriften für Nachforderungen nicht eingehalten wurden, können Sie die geforderten Beträge beanstanden und anfechten. Ihr erster Schritt sollte darin bestehen, eine formelle Beschwerde bei Ihrem Energie- und Versorgungsunternehmen einzureichen. Wenn die Beschwerde nicht zu Ihrer Zufriedenheit geklärt werden kann, können Sie Ihre Beschwerde an den Energie-Ombudsmann weiterleiten.
Eine unerwartet hohe Rechnung…
Rechnungen für Strom, Wasser und Gas gehören zu den unverzichtbaren Haushaltsausgaben; eine unerwartet hohe Rechnung kann jedoch für Privatpersonen und Unternehmen gleichermaßen eine erhebliche Belastung darstellen. Wenn Sie Unterstützung bei einem Streitfall mit Ihrem Energie- oder Versorgungsunternehmen benötigen oder eine unerwartet hohe Rechnung anfechten möchten, wenden Sie sich bitte an Partner Jonathan Chan unter J.Chan@rfblegal.co.uk / 0207343426 für weitere Beratung und Unterstützung.