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Ausgewählte Einblicke

Sieg vor dem Berufungsgericht für Beschäftigung

22-10-2025

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Das Arbeitsrechtsteam von RFB hat beim Berufungsgericht für Arbeitsrecht (EAT) einen bedeutenden Sieg errungen und erfolgreich Berufung gegen einen Fall eingelegt, der die Bedeutung einer fairen und begründeten Beurteilung bei Kündigungsklagen unterstreicht.

Im Oktober 2023 vertrat die Abteilung für Arbeitsrecht erfolgreich Jacqueline Davidson, eine Berufskraftfahrerin, bei ihrer Klage gegen National Express Limited wegen ungerechtfertigter Entlassung. Frau Davidson war bei einem Atemalkoholtest am Arbeitsplatz durchgefallen, weil sie ein Mundwasser auf Alkoholbasis benutzt hatte, das über dem vom Unternehmen festgelegten Grenzwert lag, aber dennoch dreimal unter die nationale Höchstgrenze für Alkohol am Steuer. Die nationale Promillegrenze für Autofahrer in England, Wales und Nordirland liegt bei 3,5 auf einem Alkoholtestgerät. Bei Frau Davidson ergab der Alkoholtest bei drei aufeinanderfolgenden Versuchen, die innerhalb kurzer Zeit durchgeführt wurden, einen Wert von 1,3, dann 1,0 und schließlich 0,8. Nachdem sie den Test nicht bestanden hatte, erlaubte National Express Limited Frau Davidson dennoch, selbst nach Hause zu fahren und entließ sie später.

Das London East Employment Tribunal (das ‘Gericht’) befand die Entlassung für ungerechtfertigt, weil das Verfahren in der Berufungsphase fehlerhaft war, und erhöhte die Entschädigung um 10% wegen Nichteinhaltung des ACAS-Kodex. Allerdings kürzte das Gericht die Entschädigung um 75% für Polkey und mitwirkendes Verhalten.

Die Beschäftigungsabteilung von RFB legte beim EAT Berufung ein und beanstandete die beträchtliche Kürzung der Entschädigung sowie die fehlende Begründung für die Begrenzung der Entschädigung auf das Alter 65, da Frau Davidson der Ansicht war, dass sie mit 70 in Rente gegangen wäre. Frau Davidson legte auch Einspruch gegen die Feststellung der ungerechtfertigten Entlassung ein.

Das EAT stellte fest, dass das Gericht bei der Bewertung der Verluste für die Zwecke der Entschädigung einen Fehler begangen hatte. Das Gericht beschränkte die zugrundeliegende Berechnung des künftigen Verdienstausfalls auf den Zeitraum bis zum Alter von 65 Jahren und hielt dies unter allen Umständen für gerecht und angemessen. Das EAT stellte jedoch fest, dass das Gericht den zukünftigen Verlust, den Frau Davidson infolge der Entlassung erlitten hat und der auf die Handlungen von National Express Limited zurückzuführen ist, so gut wie möglich zu bewerten hatte. Das EAT stellte auch fest, dass das Gericht es versäumt hatte, sich mit dem Standpunkt von Frau Davidson auseinanderzusetzen, dass sie bis zum Alter von 70 Jahren arbeiten müsste.

Die Angelegenheit wurde nun zur erneuten Prüfung an das Arbeitsgericht zurückverwiesen.

Diese Entscheidung ist ein wichtiger Hinweis darauf, dass die Gerichte den Zeitraum des Verlustes anhand aller ihnen vorliegenden Beweise beurteilen müssen und nicht einfach ohne Begründung das Rentenalter zugrunde legen dürfen.

Herzlichen Glückwunsch an Michael Michaeloudis und Tariro Carmel Nyoka, die den Kläger zusammen mit Saul Margo von Outer Temple Chambers vertreten haben.

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Michael Michaeloudis

Beschäftigung Partner

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Tariro Karmel Nyoka

Rechtsanwaltsanwärterin

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