In the first of two articles, Piers Desser, Criminal Rechtsstreitigkeiten Partner at Ronald Fletcher Baker, explains the origins of pre-recorded video evidence used in courts and describes how the scheme works in practice.
Das Konzept der voraufgezeichneten mündlichen Zeugenaussagen in Strafgerichten ist nicht neu. Auch wenn die Videoaufzeichnung von Zeugenaussagen vor Gericht wie eine neuere Entwicklung erscheint, wurde sie bereits vor Jahrzehnten entwickelt und sollte ursprünglich eine bessere Beweisführung für Kinder und gefährdete Zeugen ermöglichen.
The virtues of presenting evidence to a jury in this manner have been debated in the House of Commons on numerous occasions and the recent expansion of the scheme to include zusätzlich Crown Courts wird mean that more lawyers will need to engage with this format of trial. Various aspects of this procedure are now worth considering afresh.
Mit dem Criminal Justice Act von 1988 wurde erstmals die Möglichkeit geschaffen, dass ein Zeuge über eine Live-Schaltung von außerhalb des Gerichtssaals aussagen kann. Douglas Hurd, der damalige Innenminister, erkannte das Potenzial und gab eine Untersuchung in Auftrag, um weitere Initiativen zu prüfen.
Der daraus resultierende Pigot-Ausschuss stützte sich auf eine Vielzahl von Beweisen, um damals radikale Vorschläge zu machen. Dazu gehörte die vollständige Aufzeichnung von Zeugenaussagen, insbesondere in Fällen, in denen es um sexuelle Anschuldigungen ging.
In gewisser Weise war sie ihrer Zeit voraus, und es hat Jahre gedauert, bis einige dieser Vorschläge in die Praxis umgesetzt wurden - was zum Teil durch Abschnitt 28 des Youth Justice and Criminal Evidence Act 1999 ermöglicht wurde, der sich direkt mit voraufgezeichneten Beweisen befasst.
‘Potenzielle Risiken für ein faires Verfahren’.’
Die Vorteile für die Justiz liegen auf der Hand. Alter und Reife sollten durch einen Rechtsrahmen unterstützt werden, der es ermöglicht, Beweise durch ein Verfahren, das Schutz vor dem potenziell unfairen Druck des kontradiktorischen Systems und eine solide Prüfung bietet, mit Klarheit zu ergänzen.
Allowing witnesses to give their account in a more comfortable environment, not on the witnesses stand, and at an appropriate pace would lead to more reliable evidence, the committee reasoned.
Der Nachteil der Regelung bestand in den möglichen Risiken für ein faires Verfahren. Die Zementierung der Aussage eines Zeugen Monate vor der eigentlichen Verhandlung birgt das Risiko, dass der Zeuge zurückgerufen werden muss. Das Gerichtsverfahren ist bekanntermaßen dynamisch, und die Vorabaufzeichnung der Aussagen eines Beschwerdeführers konnte immer zu praktischen Hürden führen, wenn neue Informationen auftauchten.
Also, it was anticipated that cross-examination would be restricted to an extent that made it difficult for an advocate to properly challenge the evidence of the witness, dulling the long-established techniques for undermining credibility.
Nevertheless, Section 28 was rolled out to a number of pilot courts and the procedure quickly built up its own conventions upon implementation.
In practice, the procedure commences with the police deciding that the case is suitable for the witness, frequently the complainant, to give their account as a video recording, known as Achieving Best Evidence (ABE). This means that the genesis of the procedure relies upon an officer making such a decision.
This recording then becomes the witness’s evidence in chief – which would be played to the jury at trial. The footage can be edited by agreement, but a potential flaw of this method is that the prosecuting advocate is already bound by the narrative questioning set by the officer conducting the ABE.
‘Anfällig für die Qualität der polizeilichen Befragung’.’
This can have a discordant effect on how the prosecution case is presented to the jury, especially in factually complex cases. It is also vulnerable to the quality of police questioning, which may be habitually suitable for a cautioned interview with a suspect but not necessarily to adduce a jury-friendly version of events.
Nachdem die ABE aufgezeichnet wurde, wird ein Fall, der vor Gericht verhandelt werden soll, für eine Anhörung nach den Grundregeln aufgelistet, um einen Zeitplan für die Aufzeichnung der Kreuzverhöre nach Abschnitt 28 festzulegen. In dieser Phase ist zu beachten, dass die Leitlinien besagen, dass jeder Beteiligte - sowohl der Verteidiger als auch der Richter - für jede Phase des Verfahrens zur Verfügung stehen muss, unabhängig von anderen Verpflichtungen.
Dies führt zu Problemen bei der Festlegung angemessener Fristen und erfordert ein höheres Maß an Verpflichtungen als in Fällen, die nicht unter die Regelung fallen, was insbesondere für Verteidiger ethische Probleme aufwerfen kann.
Darüber hinaus haben einige Gerichte angeordnet, dass die Verteidiger vor dem Verhandlungstermin eine Liste von Fragen zur richterlichen Vorabgenehmigung vorlegen. Während eine vorherige Erörterung der Themen des Kreuzverhörs zweifellos sinnvoll ist, stellen vorab genehmigte Fragen eindeutig ein Risiko für die Integrität des Prozesses dar.
During the Section 28 hearing itself, the advocate will be inside the court room with the witness in a room in another part of the court. Appropriate time periods are set for questioning and it is incumbent upon an advocate to request permission from the judge to ask a derivative question should the witness’s answer give opportunity to develop the point further.
Judges have a duty to intervene in the event that unsuitable questions are posed or the style of questioning is not appropriate to the witness. Short questions in plain English are the order of the day. The intention of the scheme is that both ABE and the recorded product of the Section 28 cross-examination are played to the jury at trial, with the witness absent.
Next time: In the second article to be published soon, Piers gives further insight into Section 28 through personal experience and concludes his explanation of the scheme with consideration of its future.
For further information contact Piers Desser directly on 020 7613 7138 oder E-Mail p.desser@rfblegal.co.uk